Unter einer Allergie versteht man eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers gegen harmlose, fremde Stoffe. Diese Stoffe, fast immer Eiweissstoffe, z. B. von Pollen, Hausstaubmilben, Tieren oder Medikamenten, bezeichnet man als Allergene. Kommen die Betroffenen mit Diesen in Berührung, z.B. durch Einatmen, so reagiert der Organismus mit einer Abwehr, welche unpassend ist und als Allergie bezeichnet wird. Diese Reaktion auf den körperfremden Stoff führt zu den verschiedenen allergischen Symptomen.

Die Behandlung  steht auf drei Säulen: der Karenz (Meidung des Allergens), der Behandlung der Symptome mit Arzneimitteln und der spezifischen Immuntherapie (langfristige Ausschaltung der allergischen Reaktion).


Pollenallergie
(Heuschnupfen)
Der  Heuschnupfen tritt je nach Pollenart auf die man allergisch ist, nur während gewissen Monaten auf. Pollen enthalten zahlreiche Substanzen, auf die allergische Personen mehr oder weniger heftig reagieren. Dabei genügt meist eine geringe Menge, um typische Beschwerden auszulösen. Die Pollenarten, die als Auslöser für Heuschnupfen gelten, stammen meist von Gräsern (Heu), von Bäumen (Birke, Hasel, Erle) oder von Kräutern (Beifuss, Spitzwegerich). Weil diese Pflanzen vor allem im Frühling und Sommer blühen, tritt der Heuschnupfen vorwiegend in diesem Zeitraum auf. Die streng der Jahreszeit entsprechend, wiederkehrenden Beschwerden sind tränende, geschwollene Augen, wässrig fliessende Nase, Niesattacken, Juckreiz in Augen, Nase sowie im Rachenbereich und oder Atemnot bei allergischem Asthma bronchiale. 
Eine medikamentöse Symptombehandlung erfolgt mit Antihistaminika in Form von Nasensprays, Augentropfen oder Tabletten, eventuell auch in Kombination mit lokal eingesetztem Kortison. Gewisse Therapien aus der Komplementärmedizin können ebenfalls erfolgreich eingesetzt werden, um die Symptome zu lindern. Die Desensibilisierung/Spezifische Immuntherapie (SIT) ist bis heute die einzige Möglichkeit, die Beschwerden einer Pollenallergie ursächlich zu behandeln.


Hausstaubmilbenallergie
 
Hausstaubmilben sind winzig mit blossem Auge nicht sichtbare Spinnentiere (0,5 mm). Sie besiedeln Matratzen, Kissen und Bettdecken, Polstermöbel, Teppiche und Kuscheltiere. Der Milbenkot enthält allergene Stoffe, welche beim sensibilisierten Patienten nächtliche, ganzjährige Nasenatmungsbehinderung und chronisches NAsenfliessen auslösen kann.
 
Die Milben sind das ganze Jahr aktiv, die Allergie ist aber besonders in den Wintermonaten bei beheizten Räumen spürbar. Die Hausstaubmilben ernähren sich von menschlichen und tierischen Hautschuppen, Bakterien und Pilzsporen. Am besten gedeihen und vermehren sie sich bei einer Raumtemperatur von 20° bis 30 ° Celsius und einer hohen Luftfeuchtigkeit von 65 - 80 %. Im Rahmen der Therapie werden Matratze, Kopfkissen und Duvet in milbendichte Überzüge (Encasing) eingepackt. Gleichzeitig soll der Hausstaub möglichst reduziert werden. Bei Bedarf können die Symptome mit Medikamenten behandelt werden, beispielsweise mit Cortisonhaltinen Nasensprays. Eine Desensibilisierung/Spezifische Immuntherapie (SIT) kann bei der Hausstaubmilbenallergie bei Bedarf durchgeführt werden.


Tierhaarallergie  
Nicht nur Haare und Schuppen von Tieren sind Allergieauslöser, es kann auch wie bei der Katze der Speichel sein. Die Allergene gelangen schliesslich in Form von feinstem Staub in die Atemluft und lösen die gleichen  Beschwerden wie bei einer Pollenallergie aus.


Übersicht 'Massnahmen gegen Pollen/Milben'
PDF: Massnahmen gegen Pollen/Milben


Pollenflugkalender
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