Schwindel ist neben dem Kopfschmerz das häufigste neurologische Symptom unter dem insbesondere ältere Menschen leiden. Schwindel ist ein Symptom, dem viele Ursachen zugrunde liegen können, weshalb die Diagnosestellung oftmals schwierig ist. Eine detaillierte Befragung (Anamnese) sowie eine exakte klinische Untersuchung stellen den Grundpfeiler jeder Schwindelabklärung dar. Weiterführende apparative sowie bildgebende Untersuchungen sind in ausgewählten Fällen notwendig. Liegt ein Drehschwindel vor fühlt man sich wie auf einem Karussell, alles dreht sich um einen. Beim Schwankschwindel fühlt man sich wie auf einem Schiff. Zum Teil beschreiben Patienten ein diffuses Unsicherheits- oder Betrunkenheitsgefühl eine Benommenheit (Schwarz werden vor den Augen) oder einen diffusen Kopfdruck. Liegt ein klarer Drehschwindel vor ist eine Funktionsstörung des Gleichgewichtsorganes am Wahrscheinlichsten. Handelt es sich um Sekunden dauernde Anfälle, ist ein gutartiger Lagerungsschwindel naheliegend. Dauern die Attacken hingegen mehrere Stunden muss differentialdiagnostisch an einen Morbus Menière sowie eine vestibuläre Migraine gedacht werden. Bei einem Dauerdrehschwindel ist ein akuter Funktionsausfall eines Gleichgewichtsorganes die häufigste Ursache. Liegen neben dem Schwindel weitere neurologische Symptome (Doppelbilder, Gefühlsstörungen, Sprech- oder Schluckprobleme etc.) vor, besteht der Verdacht auf eine zentrale Ursache im Bereich des Hirnstamms oder Kleinhirns.

Schwindel, welcher nur in aufrechter Position oder bei körperlicher Anstrengung auftritt oder mit Bewusstlosigkeit (Synkopen) vergesellschaftet ist, ist am ehesten Herz-Kreislauf (kardiovaskulär) bedingt.